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Die Geschichte des Yoga

Wortbedeutung

Das Wort Yoga stammt aus dem Sanskrit, der alten indischen Gelehrtensprache, die der Ursprung der indogermanischen Sprachen ist. Es bedeutet soviel wie Joch, Anjochen, Anschirren, Einspannen - im Sinne von Anschirren, Vereinigen mit dem Ursprung, mit dem Geistigen.

Entstehung, Zeitraum

Der Yoga entstand in einer früheren Entwicklungsstufe der Menschheit, vor etwa 5000 - 6000 Jahren in Indien. Die Menschen dieses Zeitalters erlebten eine sehr starke Verbindung zu diesem geistigen Ursprung, aus dessen Zusammenhang sie immer mehr heraus fielen. Aus der starken Sehnsucht nach der Rückverbindung mit diesem Ursprung entstanden intensive Bestrebungen, dieses Ziel zu erreichen.

Dabei wurden bekannte Werke wie die Veden, die Upanishaden und die Bhagavad Gita, das Hohelied des Herrn, geschaffen. Der göttliche Lehrer Krishna lehrt in der Bhagavad Gita seinem Schüler Arjuna den Yoga.

Die drei Säulen des Yoga

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Krishna rettet die Bewohner eines Dorfes

Es entstanden nach und nach verschiedene Wege des Yoga, die alle zum gleichen Ziel führen sollten. Ein jeder große Meister oder Lehrer (Guru), der die Erleuchtung erfahren hatte, fand einen möglichen Weg. Im Laufe der Entwicklung des Menschen und seines Bewusstseins erneuerten die großen Lehrer immer wieder den Yoga, um ihn entsprechend der aktuellen Erfordernisse auszugestalten.

Es lassen sich drei Hauptrichtungen aufzeichnen. Es waren dies der

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Jnana-Yoga, der Pfad der Erkenntnissuche
Bhakti-Yoga, der Pfad der Hingabe, der Liebe
Karma-Yoga, der Pfad der Selbstlosigkeit, des Dienens

Etwa 200 v. Chr. entstand ein vierter Pfad, der sogenannte Raja-Yoga, der Königliche Pfad, ein Weg der praktischen Ausgestaltung. Dieser beinhaltete die erstgenannten drei als Grundlage und war als achtstufiger Weg bis zur sogenannten Erleuchtung aufgebaut.

Integraler Yoga

Im Laufe des 20. Jahrhunderts erneuerte sich der Yoga in der Richtung, dass sich einerseits die verschiedenen Wege verbanden, nicht mehr so sehr voneinander zu trennen waren und gleichzeitig sich der Geist mit der Materie verbinden sollte. Dies wird als Synthese von Geist und Welt bezeichnet. Das Asketentum verlor immer mehr an Bedeutung (wobei es noch nicht vollständig verschwunden ist), Yoga-Praktizierende ziehen sich nicht mehr in ihre "Einsiedelei" zurück sondern suchen aktiv die Umsetzung in der Welt.

Diese Umsetzungen werden oft mit dem Begriff des Integralen Yoga bezeichnet. Auch im Westen bekannte Lehrer aus Indien sind beispielsweise Swami Sivananda, Sri Aurobindo oder Sathya Sai Baba. Im Westen könnte man unter anderem Rudolf Steiner, der mit der Anthroposophie eine vergleichbare Möglichkeit begründete, und Heinz Grill nennen. Den von ihm begründeten “Yoga aus der Reinheit der Seele” bezeichnete er auch als einen ‘neuen Yogawillen’, dessen Notwendigkeit Rudolf Steiner schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts angekündigt hatte.

Yoga heute

In unserer Zeit scheinen für die Yoga-Übungsweise im Rahmen des Integralen Yogas beziehungsweise eines neuen Yogawillens in einer einfachen Darstellung folgende Punkte notwendig:

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Entspannung des oftmals einseitig belasteten Körpers, damit sich dieser wieder erholen kann.

Stärkung des zunehmend ausgezehrten Nervensystems, das heißt Training des Denkens, des Fühlens oder Empfindens und der Willenskräfte. Die eigene kreative Aktivität soll gefördert werden, nicht das passive Konsumieren.

Entwicklung von mehr künstlerischen und ästhetischen Ausdrucksformen, um einem "harten" Intellektualismus und einem auf dem reinen Nutzprinzip basierenden Zeitgeist entgegen zu wirken.

Besinnliche Beschäftigung mit den Gedanken von großen Persönlichkeiten, Heiligen oder Eingeweihten. Suchende, kranke oder vom Leben ermattete Menschen können hier wertvolle Hinweise und tiefgehende Anstöße auf ihre Fragen finden.

Durch das Praktizieren der Körperübungen des Yoga (asanas) und das Ausführen von Konzentrations- und Meditationsübungen können diese Punkte eine Realisierung erhalten.

Die hier angebotene Yoga-Übungsweise soll diesen Punkten Rechnung tragen. Je nach Verständnis, Bereitschaft und Möglichkeit eines jeden können sie individuell aufgegriffen werden.

Mitverwendete Quellen: Sri Aurobindo, Rudolf Steiner, Heinz Grill

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